Freundschaftsrabatt: Ja oder nein?

Okt 23, 2020

Sollte man als Make-up Artist seinen Freunden und Verwandten Rabatte anbieten oder es als Freundschaftsdienst machen?

Sollte man als Make-up Artist seinen Freunden und Verwandten Rabatte anbieten
oder es als Freundschaftsdienst machen?

Kannst du mal schnell…?

Kennst du auch diese Situation, wenn eine Freundin oder eine Verwandte dich für ein Make-up oder Hairstyling buchen möchte und du weißt nicht, was du verlangen sollst?

Was antwortet man auf Fragen von Freunden wie „Kannst du nicht mal schnell eine Frisur machen?“ oder „Schminkst du mir mein Party-Make-up?“

Man möchte ja nicht alles kostenlos machen. Aber es sind ja auch Freunde, oder?

Sollte man als Freundschaftsdienst kostenlos arbeiten oder Rabatte gewähren?

Grundsätzlich mal gesagt: „Einem geschenktem Gaul…“ oder „Was nichts kostet, ist nichts wert.“ Folgeaufträge ergeben sich übrigens nach Freundschaftsdiensten auch nur selten, da wieder Rabatte erwartet werden. Wer eine Leistung umsonst haben kann, überlegt nicht lange, ob sie ihm wirklich wichtig ist.

Sehr gute Freunde wissen deine Arbeit oft mehr zu schätzen und möchten dir so wenig Arbeit wie möglich machen oder bezahlen dich gerne. Während flüchtige Kontakte und alte Bekannte eher nach einem Rabatt fragen. Diese Erfahrungen habe ich zumindest gemacht.

Ist ein Freund jemand, der einen Vorteil aus dir ziehen möchte? Kann man das auch ausnutzen nenne?

Wer dich und deine Arbeit immer und von Beginn an wertschätzen sollte, bist du selbst. Du hast selbst viel Mühe und Kosten in deine Ausbildung reingesteckt und es soll schließlich kein Hobby sein. Deshalb solltest du auch für deine Mühen belohnt werden, auch wenn du gerade erst die Ausbildung abgeschlossen hast.

Einem frisch ausgelernten Webdesigner würdest du doch auch etwas zahlen, weil du schließlich einen Mehrwert haben wirst, der dir selbst wichtig ist. Oder einen befreundeten Handwerker, der nach seiner Arbeit noch bei dir aushilft. Erwartest du, dass er das umsonst macht oder möchtest du ihn dafür natürlich auch bezahlen?

Hair- & Make-up Artist ist ein Beruf, kein Hobby

Meine Meinung zu diesem Thema und wie ich es bisher gehandhabt habe, möchte ich nun gerne mit dir teilen:

Mir ist es wichtig, dass meine Freunde und Familie meine Arbeit wertschätzen und dazu gehört für mich, dass sie auch bereit sind, Geld dafür zu bezahlen. Denn Hair-& Make-up Artist ist ein Beruf, mit dem ich meinen Lebensunterhalt verdiene und kein Hobby.

Der Unterschied ist nur, dass mir meine Arbeit Spaß macht.

Freunde oder Bekannte, die davon ausgehen, dass ich sie kostenlos style, verweise ich einfach auf meine Homepage. „Gerne, aber schau dir erst einmal auf meiner Homepage an, ob dir mein Stil und meine Arbeitsweise zusagt. Wenn das für dich passt, können wir gerne einen Termin vereinbaren.“

Es gibt die, die mich aufgrund meiner Leistung buchen wollen und Andere, die einfach nur ein günstiges oder gar kostenloses Styling haben möchten. So kann ich direkt aussortieren und kommuniziere klar, dass ich es als Arbeit ansehe. Nur ich selbst entscheide, wann ich etwas kostenlos machen möchte und jemanden durch mein Styling eine Freude bereiten möchte. Das sind meist Menschen, bei denen das Geben und Nehmen ausgeglichen ist oder ich ihnen einfach etwas Gutes tun möchte.

Statt mit Rabatten kann man aber gerne mit einem schönen Extra arbeiten, wie zum Beispiel bei der Buchung eines Brautstylings von Freunden sind die Fahrkosten mit dabei oder ein Make-up für Gäste gibt es dazu. Das ist mein Geschenk, wenn ich es denn so möchte.

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